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Freiherrin Kristina

Manche werden jetzt fragen, wie man eigentlich auf die Idee zu so einem Buch kommen kann. Sagen wir es einmal so: Mir wurde schon sehr oft zugetragen dass man einmal straffällig gewordene Jugendliche nicht mehr resozialisieren kann. Leider hat sich das mehr als einmal bestätigt und mir ist ebenfalls bewusst von was die jüngere Generation eigentlich so träumt.


Viele, oder eher gesagt die meisten, denken, dass sie mit absolut keinen Fähigkeiten und nur einem minimalen Aufwand zu Reichtum kommen. Ja, einige besonders bescheuerte Vollpfosten schaffen es tatsächlich. Die meisten allerdings bleiben einfach Fußvolk, das von Reichtum träumt. In diesem Buch nehmen sich die Jugendlichen einfac,h was sie wollen. Mit minimalem Aufwand übernehmen sie die Freiherrin Kristina und machen sie zu ihrer persönlichen Hausschlampe.
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Chapter 1

Es war einer dieser Abende, die ich am liebsten in einer Bar verbrachte, mir das bunte Treiben auf der Tanzfläche ansah und der rockigen Musik lauschte. An diesem Nachmittag hatte ich es geschafft, ein sehr einträgliches Geschäft für mich einzufädeln. Als Unternehmensberaterin war ich relativ erfolgreich und konnte mir ein hübsches Sümmchen auf die Bank legen. Nach diesem Abschluss kam da noch einmal knapp eine Million dazu. Reich war ich schon jetzt und hatte mir ein hübsches Häuschen im Außenbezirk der Stadt geleistet. Das war mein persönlicher Rückzugsort zum Arbeiten und den Garten hatte ich zu einem Erholungsort ausbauen lassen.

An einem solchen Abend, den es leider nur ab und an zu feiern gab, setzte ich mich gerne unter feiernde Menschen und nahm ein oder zwei Drinks. Das war meine persönliche Art, einen hübschen Abschluss zu feiern. An Geld mangelte es mir schon lange nicht mehr. Das einzige Problem in meinem Leben war mein Liebesleben. Auf diesem Gebiet war ich nicht gerade sehr erfolgreich. An Angeboten mangelte es wahrlich nicht, aber ich hatte es auch nach 36 Jahren nicht geschafft einen passablen Mann für mich zu begeistern. Die meisten waren nur auf eine schnelle Nummer aus, interessierten sich aber nicht für eine längerfristige Beziehung. Für eine Ehe schon überhaupt nicht.

Dabei war ich eigentlich eine gute Partie für jeden Mann. Mein Bankkonto war gut gefüllt, ich war nicht gerade hässlich, hatte etwas in meinem Köpfchen und war obendrein noch mit einem Adelstitel gesegnet. Die bedeuteten zwar schon seit vielen Jahren absolut nichts mehr, aber ich durfte den Titel ›Freiherrin‹ in meinem Namen tragen. Darauf berufen konnte man sich zwar schon lange nicht mehr, aber führen durfte man solche Titel noch immer. Ich hatte ihn von meinem Vater geerbt und ihn außerdem dazu benutzt mein eigenes Unternehmen ein bisschen zu pushen. So etwas machte halt doch immer noch ein bisschen Eindruck.

Diese kleine Privatfeier in der Bar durfte natürlich auch nicht gerade sehr lange dauern. Es war unter der Woche und am nächsten Morgen warf mich mein Wecker spätestens um kurz nach sieben aus den Federn. Meine Arbeitstage waren straff durchorganisiert und es kam nur sehr selten zu Wartezeiten. Ich brauchte das irgendwie. Bei der Arbeit war ich nahezu rastlos und genehmigte mir teilweise nicht einmal etwas zu essen. Nur im absoluten Notfall, also kurz vor dem verhungern nahm ich mir eine sehr kurze Auszeit zur Nahrungsaufnahme. Die verbrachte ich dann aber meistens kauend über meinen Aufzeichnungen.

An diesem Abend allerdings dachte ich nicht mehr länger an meine Arbeit. Irgendwann musste auch einmal Schluss sein. Stattdessen freute ich mich still und leise über meinen Erfolg, sah mir die feiernden Menschen auf der Tanzfläche an und kümmerte mich um meinen Drink. Gerade als ich wieder einen kleinen Schluck davon nehmen wollte, stellte mir die Bedienung ungefragt ein weiteres Glas vor meine Nase und deutete mit ihren Augen auf einen etwas älteren Mann am anderen Ende der Theke. Er rechnete sich mit dieser kleinen Aufmerksamkeit, und den paar Euro die er dafür ausgab eine Chance auf mich aus. Diesen Zahn konnte ich ihm aber gleich ziehen. Darin war ich mittlerweile Meisterin.

Ich nahm das neu servierte Glas gut sichtbar für ihn in die Hand, hielt es nur eine kurze Sekunde in seine Richtung, als wollte ich ihm dafür danken und kippte dann den gesponserten Drink in eine kleine Blumenvase mit Plastikblumen. Die konnten das ab und der Fusel war entsorgt. In seinem Gesicht zeichnete sich dafür sofort eine nicht zu übersehende rötliche Färbung ab und anstatt sich über ein Gespräch mit mir zu freuen zog er es vor, so schnell wie nur möglich zu verschwinden. Mit 36 Jahren gehörte ich nicht mehr zu den meist Jugendlichen, die für einen Drink von einem deutlich älteren Mann abgeschleppt werden konnten.

In früheren Jahren hatte das auch schon nicht funktioniert. Wann immer ich mit meinen Freundinnen in einer Bar oder einer Diskothek feierte, gab es nur anfangs vereinzelt ein paar Jungs, die meinten uns mit so etwas imponieren zu können. Wenn ich etwas trinken wollte, konnte ich mir das schon selbst leisten. Ich war nicht gerade eine bettelarme Studentin. Mein Vater besaß eine Firma die Wohnwägen auf Kundenwunsch komplett umbaute und nagte nicht gerade am Hungertuch. Meine Mum konnte durchgehend zu Hause bleiben und sich um mich kümmern und nachdem sie beide bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, erbte ich alleine neben meinem Titel auch noch den Verkaufserlös der Firma meines Vaters.

Damit konnte ich dann Betriebswirtschaft in Harvard studieren und mir mein gut laufendes Geschäft aufbauen. Die ehemalige Firma meines Vaters hatte in der Zwischenzeit schon die Segel gestrichen. Es gab in der heutigen Zeit eigentlich keine Wohnwägen mehr in Deutschland. Das Geschäft hätte maximal noch in den Niederlanden funktioniert, aber die Menschen dort waren auch nicht mehr gerade zu dämlich ein Fahrzeug in Eigenregie umzubauen. Da wurde die Luft also ziemlich schnell dünn und es war kein Umsatz mehr zu machen. Nach einer Umstrukturierung des Unternehmens fehlte dann auch ziemlich schnell die nötige Anschlussfinanzierung und der ganze Betrieb musste Konkurs anmelden.

Während meiner Arbeit hatte ich schon oft genug mit solchen Betrieben zu tun. Das Einzige, was da noch half, war ein radikaler Schnitt, was hieß, dass man noch kostendeckend arbeitende Abteilungen von der eigentlichen Firma abspaltete und sie an den Höchstbietenden verkaufte. Der Rest wurde einfach dichtgemacht und die noch verbleibenden Immobilien verkauft. Es gab immer jemanden, der sich dafür interessierte und der über das nötige Kleingeld verfügte. Nur bei zukunftsfesten Firmen konnte man mit dem richtigen Marketing und kleineren Änderungen noch Großes bewirken. Das lohnte sich dann auch für mich in finanzieller Hinsicht.

Über die Jahre hatte ich mir so ein hübsches Sümmchen auf meine Bankkonten legen können. Allerdings hatte ich so viel Energie und Lebenszeit in meinen Beruf investiert, dass ausgerechnet andere Dinge viel zu kurz kamen. Abgesehen von ein paar Urlaubsreisen hatte ich nichts erlebt, konnte keinen Verehrer lange genug bei mir behalten, um eine Familie zu gründen, und verbrachte die meiste Zeit in meinem Büro. Meine wenigen Beziehungen scheiterten schon nach sehr kurzer Zeit. Daher zog ich mich auch immer mehr in meine Arbeit zurück, verbrachte Jahre ganz alleine und lernte nicht einmal mehr jemanden kennen.

Allerdings störte mich das auch nicht mehr. Ich war nie richtig einsam. So gesehen war ich mit meiner Arbeit verheiratet, was mich nicht einmal störte. Sie ließ nie irgendwelche Klamotten im Schlafzimmer liegen, richtete Küchen wie nach einem Bombenangriff zu und verlor keine Haare im Waschbecken. Außerdem war sie immer treu und flirtete auch nicht mit anderen. Selbst ins Bett konnte ich sie mitnehmen. Problematisch war nur, dass sie selbst dann nicht mit mir rummachen wollte. Das war im Prinzip das Einzige, was mir in meinem Leben fehlte. Zumindest in den ersten Jahren.

Aber auch dafür fand mein Job eine sehr praktische Lösung. Irgendwann stand in meinem Büro ein Mann, der wollte, dass ich seine Firma wieder erfolgreich machte. Er war ein kleiner lokaler Hersteller für Erwachsenenspielzeug und Verhütungsmittel. Technisch eigentlich richtig gut, aber wirtschaftlich eine absolute Katastrophe. Seinen Betrieb nahm ich genau unter die Lupe und ließ mich auch durch die komplette Produktion führen. Den Markt dafür gab es natürlich. Sein Problem war nur die Dinger zu verkaufen. Um das Geschäft ein wenig anzukurbeln, beauftragte ich damals eine andere Firma, die Überproduktion in einen Weihnachtskalender zu packen, und bot den am Markt an.

Danach ging es ziemlich schnell aufwärts, weil die Teile wirklich gut produziert waren und nur einem größeren Publikum bekannt gemacht werden mussten. Einige Anzeigen in der Presse und ein schnell eingerichteter Shop im Internet lösten das Problem. Und da ich direkt an der Quelle saß und auch nichts dagegen sprach die Produkte einfach mal zu Hause in meinem Schlafzimmer auf Herz und Nieren zu testen, sackte ich ein paar Proben ein. Daraus entstand eine kleine, doch recht ansehnliche Sammlung dir mir selbst das Problem löste, was meine Arbeit mir nicht geben konnte.

Das ging so weit, dass ich teilweise ganze Arbeitstage mit unsichtbaren Spielzeugen unter meiner Businesskleidung verbrachte. Aber mit zunehmenden Alter wurde das immer weniger, bis ich es dann sein ließ und sie nur noch abends mit in die Wanne oder in mein Bett mitnahm. Da ich ohnehin kaum soziale Kontakte in meinem Rückzugsort empfing, war es auch nie ein Problem, meine Spielzeuge ganz offen griffbereit in der Nähe meines Bettes aufzubewahren. Es bekam sie ja nie jemand zu Gesicht. Neben meinem Bett gab es ein ganzes Regal mit Spielzeug, aus dem ich mir einfach nur eines aussuchen musste.

Dieses Regal hatte ich aber erst vor einigen Monaten dort anbringen lassen. Früher musste ich das Spielzeug noch vor meiner Putzfrau verstecken. Das war ein alter Drachen und im Hinblick auf meine Arbeit konnte ich nicht wirklich mit offenen Karten spielen. Sie wäre die Erste gewesen, die nach der Arbeit in meinem Haus abends im Beichtstuhl verschwand und dem alten Kirchenmann brühwarm erzählt hätte, was sie den Tag über ertragen musste. Mittlerweile brauchte ich sie aber nicht mehr. Der technische Fortschritt hatte Einzug gehalten und ich befehligte eine ganze Armee an Helfern, nur mit meiner Stimme und einiger Geräte, die ich hatte einbauen lassen.

Selbst mein Rasen vor dem Haus wurde vollautomatisch von einem kleinen Helfer gekürzt und der Abfall an Grünzeug in einer eingebauten Anlage gelagert. Diesen Abfall karrt dann mein Gärtner zu einem Biomassekraftwerk in der Nähe. Das war für mich die einzig sinnvolle Verwendung. Ich war den Mist los und musste für die Entsorgung nur meinen Gärtner bezahlen, der aber ohnehin genug in meinem Garten erledigen muss. Die Gemeinde unterstützte den Unsinn auch noch. Die liefen dieser Klimareligion hinterher und nannten das ökologisch. Für mich war es einfach nur Dreck, der wegmusste, und das möglichst günstig für mich.

Aus dem gleichen Grund leistete ich mir auch eine Solaranlage auf meinem Dach. Die wurde bezuschusst, und ich brauchte nicht mehr die teure Energie von einem Unternehmen kaufen. Mit angeblichem Klimaschutz hatte das alles nicht das Geringste zu tun. Es war günstig, ich bekam dafür noch Geld vom Staat geschenkt und konnte meine eigene elektronische Armee damit bei Laune halten. Das Einzige, was ich dabei ablehnte, war die vorgeschlagene Wallbox für eine Elektrokarre. Das war absolut nichts für mich. Wenn ich nach 300 Kilometern eine halbe Nacht brauchte, um die Batterie wieder mit Energie zu füllen war das kein Konzept für meine Arbeit. Vom Fahrgefühl mit so einem Batteriepanzer mal ganz abgesehen.

Das hatte nichts mehr mit einem Fahrgefühl zu tun. Ich bevorzugte den unvergleichlichen Sound eines Verbrenners der auch bei Geschwindigkeiten von über 150 Kilometer pro Stunde ein Jettriebwerk in den Schatten stellen konnte. Außerdem spielte ich nebenbei zu gerne mit einem Rührwerk, um die schwarzen Walzen in den Asphalt krallen zu lassen. Mir war es auch nicht vermittelbar was ein Edelgas, was Pflanzen brauchten, um überhaupt wachsen zu können, so gefährlich machen sollte. Im Gegensatz zu den ganzen jugendlichen Anhängern dieser Ökosekte hatte ich in der Schule noch die Grundlagen der Mathematik, der Biologie und Chemie beigebracht bekommen.

In meiner arbeitsfreien Zeit kümmerte ich mich manchmal um sozial benachteiligte Jugendliche, die diesen Jahrtausendschwindel schon mit der Muttermilch eingesogen hatten. In den Anfangsjahren hatte ich noch versucht, die Versäumnisse der Schule nachzuholen und denen noch etwas Vernünftiges beizubringen. Darauf hatte ich aber nach einem halben Jahr dann verzichtet. Es war den jungen Menschen einfach nicht möglich, mithilfe ihres Intellekts diesen Betrug zu entlarven. Angeblich hatten sie in der Schule Mathematik gelernt und für einfache Berechnungen reichte das auch noch aus, aber 0,04 % eines Edelgases war für diese Generation eine unübersehbare Größe, die es nicht geben durfte.

Ich hatte dann versucht, denen beizubringen, dass ohne diese 0,04 % gar kein Wachstum bei Nahrungspflanzen möglich war und sie dann einfach verhungern würden. Es war aber unmöglich, den beteiligten Orgelpfeifen diese einfache Tatsache in die Gehirnwindungen zu gravieren. Selbst wenn ich sie dann mal so weit hatte, dass der Groschen langsam gefallen wäre, verhinderte ihre Ideologie den Glauben an die Wahrheit. Da war einfach absolut nichts mehr zu machen und die Generation nach mir würde sehenden Auges in den Untergang rennen und dabei auch noch fröhlich Lieder singen. Allerdings in einer Sprache, die man verhunzt hatte.

Das waren laut ihrer eigenen Definition keine Studenten mehr, sondern Studierende. Das Problem war einfach nur, dass sie nur so lange Studierende waren wie sie auch im Hörsaal oder in der Bibliothek saßen und studierten. Wenn sie auf dem Keramikthron in der Fliesenabteilung saßen, waren es einfach nur kackende Studenten. Man hatte sie aber schon von klein auf in der Schule mit diesem Schwachsinn indoktriniert und das bekam man auch nicht mehr aus der Programmierung heraus. Wenn man es versuchte, hagelte es einen Syntax-Error nach dem anderen. Deshalb verzichtete ich seit einiger Zeit darauf, sie zu belehren.

Eigentlich hätte ich mir diese ganzen Probleme mit den jungen Menschen sparen können, aber man hatte mir immer wieder gesagt, dass man sich nicht so weit von der Gesellschaft entfernen sollte. In meinem Beruf war es außerdem von Vorteil auch zu wissen, was in jungen Menschen vorging und auf welche Produkte sie flogen. Noch dazu konnte ich mit den gefährdeten Existenzen mein Profil ordentlich aufwerten. Deshalb engagierte ich mich neben meiner Arbeit immer wieder mit den Jugendlichen. Da spielte es auch keine große Rolle, auch mal ein paar Euro zu investieren, die man nur in den seltensten Fällen wieder zurückbekam.

Dabei fiel mir dann auch schon ein, dass mein letzter Besuch dort schon wieder knapp drei Wochen zurücklag. Das kannte man natürlich schon von mir. Es war nicht so einfach, mich von meiner Arbeit zu trennen, und wenn ich eingespannt war oder gerade an einem Geschäft herumdokterte, nahm das meine gesamte Zeit in Anspruch. Nachdem ich das nächste Projekt aber schon in der Tasche hatte, konnte ich ruhig mal wieder einen Nachmittag opfern und mir die Sorgen der Jugendlichen anhören. Sie waren nicht gerade mit einem goldenen Löffel zur Welt gekommen und hatten ganz unterschiedliche Realitäten.

Einige von ihnen hatten trotz ihres jungen Alters schon einen Knast von innen gesehen und ihre Akte bei der Polizei war alles andere als blütenweiß. Das fing meist schon im Elternhaus an und das Leben war meist schon vorbei, bevor es eigentlich begann. Da war das Leben schon vorgezeichnet und obwohl sie über einige Fähigkeiten verfügten, landeten sie automatisch in den Fängen des Arbeitsamtes und durften von Sozialhilfe leben. Ein paar besondere Kandidaten waren aber dabei, die in ihrer Jugend mit den falschen Freunden anhingen und dann bei unerlaubten Substanzen landeten. Bei denen war immer mit Problemen zu rechnen und ich beschäftigte mich eher weniger mit ihnen.

Unter meinen Schützlingen waren auch zwei davon. Allerdings hatten sie eine längere Entziehungskur durchlaufen und waren auch nicht mehr gefährlich. Einer davon sah zwar aus, als könnte er alleine ein ganzes Haus aus den Angeln heben, war aber sehr umgänglich und fast lammfromm. Hinter Jax konnte ich mich fast gleich dreimal verstecken. Hinter ihm war ich nicht mehr zu sehen. Anfangs hatte ich regelrecht Angst vor ihm, aber das legte sich ziemlich schnell. Er war so einschläfernd wie eine Schlaftablette und auch genau so schweigsam. Das war auch einer meiner größten Problemfälle. Er konnte weder lesen noch schreiben und stellte sich wirklich an wie der erste Mensch. Außer Adrenalin schien da nichts im Kopf vorhanden zu sein.

Chapter 2

Nach meinem zweiten Drink verließ ich die Bar und lief durch die aufgeheizte Luft durch die Straßen zu meinem Auto. Das hatte ich vorsorglich ein paar Straßen entfernt abgestellt. Das Haus, in dem die Bar beherbergt war, lag in einer sehr dunklen Ecke. Deshalb parkte ich meinen Wagen lieber ein paar Straßen entfernt auf einem bewachten Parkplatz. Das hatte ich in den vergangenen Jahren doch lernen müssen. Selbst durchschnittliche Autos wurden immer wieder aufgebrochen und daraus einiges entwendet, was man irgendwie zu Geld machen konnte. Mir war das bereits zweimal passiert. Obwohl ich weder einen Laptop noch sonst etwas Wertvolleres im Auto hatte, störte mich die zusätzliche Arbeit.

Zum einen musste man immer erst einmal auf die Polizei warten und sich von ihnen ein Aktenzeichen holen, obwohl die Täter kaum zu ermitteln waren. Danach musste man das alles seiner Versicherung melden, den Wagen in eine Werkstatt bringen und dort reparieren lassen und so lange auf einen Mietwagen ausweichen. Beim letzten Mal hatte man mir sogar einen dieser ferngesteuerten Kleinwagen mit Batterie angedreht. Noch nie zuvor war ich in so einem Schlaglochsuchgerät unterwegs und musste anstatt einer Tankstelle eine Ladesäule anfahren und dort stundenlang stehen bleiben, bis ich endlich wieder ein paar Meter fahren konnte.

Das würde mir aber definitiv nie mehr passieren. Das hatte ich auch in der Werkstatt deutlich klargemacht und die Servicemitarbeiterin hatte sich darauf tausendmal entschuldigt. Sie hatte das auch sofort im Computer hinterlegt, damit sie in Zukunft automatisch darauf hingewiesen wurde mir keine Elektrokarre mehr anzudrehen. Seitdem stellte ich meinen Wagen immer etwas sicherer ab und achtete darauf, dass er nie unbeobachtet war. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich zumindest keine Rennerei mehr, weil mein Auto aufgebrochen wurde. An diesem Abend setzte ich mich trotz Alkohol hinters Steuer und fuhr nicht ganz so sicher nach Hause.

Es war schon kurz vor Mitternacht, als ich meine Karosse in der Garage meines Eigenheims abstellte und durch die Tür in den Flur trat. Daraufhin ging automatisch das Licht im Haus an. In der Tür zur Garage war ein Sensor verbaut, der je nach Uhrzeit automatisch eine ganze Reihe von Aktionen auslöste. Einen Lichtschalter brauchte ich schon lange nicht mehr. Für mich war das wirklich eine Erleichterung. Überall waren Sensoren verteilt und das gesamte Gebäude regelte durch einen einfachen Computer das, was ich brauchte. Zusätzlich konnte ich einfach durch kurze Sätze verschiedene Aktionen auslösen. Selbst meine Kaffeemaschine reagierte auf einen kurzen Befehl. Nur die Tasse musste ich noch selbst hinstellen.

An diesem Abend führte mich mein Weg aber einfach nur noch in mein Schlafzimmer. Schon auf dem Weg dahin zupfte ich meine Klamotten frei und ließ meine Schuhe oben an der Treppe von meinen Füßen fliegen. Es war einfach viel zu spät und ich wollte einfach nur noch schlafen. Da ich am nächsten Morgen wieder fit für die Arbeit sein musste, brauchte ich eine ausreichend lange Zeit in meinem Bett. Auch auf eine Dusche verzichtete ich. In meinem Schlafzimmer flogen meine Klamotten einfach nur auf den Boden und ich eroberte meine Matratze. Auf meinen kurzen Sprachbefehl ging das Licht aus und das gesamte Haus wurde abgeschlossen. Danach übernahm die Alarmanlage den Dienst.

Für mich waren das wirklich sehr entspannte Nächte. Die Türen waren sicher verschlossen und sobald einer der Sensoren etwas an den Computer meldete, liefen vorgegebene Programme ab. Falls außer mir irgendjemand in meinem Haus stand, eine Tür geöffnet wurde oder sich nur bewegte ging vollautomatisch das Licht an und in meinem Schlafzimmer gab es einen Alarm. Gleichzeitig ging eine Nachricht an die Sicherheitskräfte raus, die sich dann sofort auf den Weg machten. Mein Schlafzimmer war meine Burg. Bis irgendjemand dahin vordringen konnte, standen die Sicherheitskräfte schon lange Gewehr bei Fuß.

Auch mein Wecker funktionierte vollautomatisch. Um Punkt sieben Uhr weckte er mich mit einem Lied aus meiner persönlichen Playlist, meldete mir direkt danach die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt und deaktivierte die Alarmanlage. Ich stieg etwas gerädert aus meinem Bett und schlurfte einige Schritte ins Badezimmer. Meine übliche Morgenroutine lief schon fast von selbst. In den vielen Jahren war sie mir in Fleisch und Blut übergegangen und mein Körper absolvierte sie wie eine schlechte Angewohnheit. Jeder Handgriff und jede Bewegung war in meinem Muskelgedächtnis gespeichert. Das konnte ich mit geschlossenen Augen.

Selbst die Wassertemperatur der Dusche war exakt auf den richtigen Wert für mich eingestellt. Das Einzige, was noch nicht automatisch funktionierte, war die Auswahl meiner Klamotten. Auch Anziehen musste ich sie noch selbst. Nachdem ich damit fertig war, bewegte ich mich in die Küche, nahm im Vorbeigehen eine Tasse aus dem Schrank und stellte sie unter die Kaffeemaschine. Noch während ich den Befehl für einen frischen Kaffee nuschelte, zog ich den Kühlschrank auf und griff mir die Packung mit dem Frischkäse. Hinter mir lief das Heißgetränk in meine Tasse und auf der Arbeitsplatte landete der Käse auf Brotscheiben.

Mein Frühstück nahm ich wie gewöhnlich an meinem kleinen Küchentisch ein und informierte mich am Bildschirm über die Entwicklung der Börse. Ich hatte ein wenig Geld in Aktien angelegt, die ich für wertstabil hielt. Die überprüfte ich routinemäßig an den Wochentagen, um im Notfall noch etwa zwei Stunden Zeit zu haben die Wertpapiere rechtzeitig abzustoßen, bevor ich mein angelegtes Geld verlor. An diesem Morgen gab es aber keinen Grund zur Sorge. Es gab sogar ein paar kleinere Gewinne in meinem Portfolio. Allerdings konnte es mir eigentlich egal sein. Das meiste Vermögen hatte ich in Immobilien investiert, die im Kurs über die Jahre hinweg stiegen.

Wenn das so weiterging, könnte ich bereits mit Mitte vierzig aufhören zu arbeiten. Das kam aber gar nicht erst infrage. Die Arbeit war sozusagen meine Familie und ich ohnehin eher rastlos. Falls ich aber einfach aufhörte zu arbeiten, wüsste ich mit meiner Zeit nichts mehr anzufangen. Aus lauter Langeweile würde ich dann doch spätestens nach drei Wochen wieder in meinem Büro stehen und verzweifelt eine Beschäftigung suchen. Selbst meinen Urlaub hatte ich schon mehrfach einfach abgebrochen, weil ich nicht mehr am Strand liegen konnte. Das passte so gar nicht in mein Leben. Es musste immer etwas zu tun sein.

Kurz nach meinem Frühstück verzog ich mich ein zweites Mal in mein Badezimmer. Da ich am Morgen einen kurzen Termin wahrnehmen musste, brauchte ich zumindest ein wenig Make-up, um die tiefen Augenringe abzudecken. Eigentlich schlief ich lange genug, aber nach der kurzen Feier am Vorabend fehlte mir ein wenig Energie, was sich an meinen Augenringen bemerkbar machte. Das durfte natürlich nicht so bleiben. Mit zittrigen Fingern legte ich meine leichte Kriegsbemalung auf und trat dann in mein hauseigenes Büro. Ich besaß zwar noch einen Büroraum in der Stadt, nutzte den aber nur für offizielle Termine.

Besucher wollte ich nicht in meinem Privathaus empfangen, weshalb ich mir in der Stadt ein kleineres Büro gemietet hatte. Außerdem war das auch eine perfekte Ausweichadresse, die ich angeben konnte, damit niemand wusste, wo ich eigentlich wohnte. Da mein offensichtlicher Reichtum genug Neider anzog und auch Kriminelle auf mich aufmerksam machte, wollte ich nicht unbedingt überall meine private Adresse angeben. Also lotste ich sie alle auf eine falsche Fährte und nannte nur die Adresse meines gemieteten Büros in der Innenstadt. Dort hielt ich mich aber nur sehr selten auf.

Die meiste Zeit verbrachte ich alleine in meinem Haus, wo ich auch die Arbeit erledigte. Wie jeden Morgen startete ich meinen Computer, nahm auf meinem bequemen Bürostuhl Platz und öffnete meinen elektronischen Terminkalender. Darin war nur mein kurzer Termin in einer Produktion notiert, was mir mehr Zeit für andere Aufgaben ließ. Für den Abend nahm ich mir dann vor meine Schützlinge zu besuchen. Sie trieben sich die meiste Zeit ohnehin in der Einrichtung herum, weil sie dort größtenteils umsonst etwas zu trinken und zu essen bekamen. Allesamt litten unter chronischem Geldmangel, was dieses Angebot besonders attraktiv für sie machte.

Von meinem Geld ging ebenfalls ein ganz kleiner Teil als Spende in diesen Topf, aus dem sie bedient wurden. Das hatte mir auch schon oftmals einen sehr wohlwollenden Presseartikel eingebracht. Keine Ahnung, woher die ihre Informationen nahmen. Ich hatte das selbst nie öffentlich kommuniziert. Nicht weil es mir in irgendeiner Form wichtig gewesen wäre. Mir ging es einfach nur darum, den jungen Menschen zu helfen, und dafür wollte ich keine öffentliche Anerkennung generieren. Trotzdem kam die Presse irgendwie hinter mein Engagement und schrieb das auch in einigen Artikeln der lokalen Zeitungen. Ich hatte es nicht nötig mich im positiven Licht darstellen zu müssen.

Diese Option zogen einfach nur Politiker, die sich mit einem winzigen Beitrag an sozial Benachteiligte ein Loblied der Journallien erkauften. Das sollte ihnen nichts weiter als ein positives Bild in der Gesellschaft einbringen, damit sie sich ihre Wiederwahl sichern konnten. Mit der Politik klappte dass natürlich nicht. Aber Menschen waren eben massiv bescheuert. Politiker hatten absolut nichts mit Privatmännern zu tun. Das waren zwei vollkommen unterschiedliche Personen. Der eine davon presste über die lokale Politik die Menschen mit immer höher steigenden Zahlungen aus und der andere verteilte ein paar Cent an soziale Projekte. Beide hatten aber nichts miteinander zu tun.

Das würden die Menschen allerdings nie begreifen. In den letzten Jahren wurde das auch zunehmend schlimmer. Viele Einwohner brachten die Verwaltung einer kleinen Stadt gar nicht mit Parteien die in Berlin die Republik ruinierten in Verbindung. Trotzdem war es die gleiche Suppe. Aber die Menschen hatten verlernt, hinter die Maske zu blicken und sich auch einmal unangenehme Fragen zu stellen. Ich hingegen ließ eher meine Arbeit für mich sprechen. Das war wenigstens ehrlich und nicht so verlogen wie die ganzen Politmarionetten. In unserem sozialen Bereich mit den Jugendlichen wurde dieses Thema auch konsequent ausgeklammert.

Vor meinem Termin erinnerte mich mein Smart-Home System über das bevorstehende Treffen mit meinem Kunden und schaltete auch gleich das Licht bis in die Garage an. Ich mochte die technischen Spielereien, die damit möglich waren und mir das Leben erleichterten. Nach einem kurzen prüfenden Blick in den Spiegel machte ich mich auf den Weg in mein Auto und klemmte mich hinters Steuer. Das Garagentor öffnete sich ebenfalls vollautomatisch und machte mir den Weg frei. Langsam fuhr ich aus meiner Behausung heraus und bog auf die Straße ein. Hinter mir schloss sich das Tor schon wieder.

Bis zu der kleinen Druckerei brauchte ich nicht wirklich lange. Die Straßen waren an diesem Tag wie leer gefegt und ich kam richtig schnell voran. Auch die paar Ampeln hatten ein Einsehen und wechselten ohne Verzögerung auf Grün. So mochte ich meine Fahrten. Das Autoradio spielte auch mit und aus den Lautsprechern dudelte fröhliche Popmusik. Auf den Straßen zeigte sich das natürliche Bild. Viele Hausfrauen die Besorgungen für ihre Familien machten, ein kurzes Schwätzchen mit Bekannten hielten und verschiedene Geschäfte, die ihre Sonderangebote in Drahtständern auf die Gehwege schoben.

Ein typischer sonniger und relativ warmer Vormittag nahm langsam Fahrt auf, als ich langsam meinem Ziel näher kam. Vor dem Fabrikgelände stand ein kleines Häuschen, in dem der Sicherheitsdienst untergebracht war. Darin saß eine junge Frau mit einer frechen pechschwarzen Kurzhaarfrisur. Die hellgraue Uniform hing an ihr wie ein Sack. Sie war ihr mit Sicherheit gleich zwei Nummern zu groß. Bei mir erzeugte das ein Schmunzeln. Um die Firma schien es ganz und gar nicht gut zu stehen. Wenn man beim Sicherheitsdienst schon an der Kleidung erkennen konnte, dass es nicht passte, lieferte mir das sofort einen ersten Hinweis.

Das war für einen ersten Eindruck alles andere als vorteilhaft. Immerhin waren die Menschen am Tor das erste Aushängeschild. Besucher nahmen das unterbewusst sehr wohl wahr und fühlten sich nicht gerade wohl, wenn sie das Firmengelände besuchten. Das bedeutete schon von Anfang an auf einem Auftrag eine tiefrote unsichtbare Linie und als Auftraggeber überlegte man sich fünfmal, ob man so ein Abkommen überhaupt unterschreiben sollte. Druckereien gab es mehr als eine in der Stadt und die Kosten für einen Auftrag unterschieden sich nicht gerade groß. Sie lagen fast alle in der gleichen Preisklasse. Das war wirklich kein Geheimnis.

Ich hielt vor der Schranke und wartete auf die junge Frau, bis sie neben meiner Scheibe auftauchte. Dort wurde mir noch einmal das ganze Ausmaß der Kleidungskatastrophe bewusst. Ihr schien das sehr bewusst zu sein und dementsprechend unmotiviert fragte sie mich, »Haben sie einen Termin?«

Ich schenkte ihr ein freundliches Lächeln und antwortete, »Herr Graubler erwartet Freifrau von Arenberg in seinem Büro.«

Die Frau mit der unförmigen Uniform warf einen Blick in ihren Kalender, fand dort meinen Eintrag und öffnete mit einem einfachen Tastendruck die Schranke. Während ich ganz langsam den Schlagbaum passierte, sah ich sie schon im Rückspiegel zu ihrem Telefon greifen. Natürlich mussten Besucher angemeldet werden. Immerhin wurde hier gearbeitet und es gab nichts Schlimmeres, als dass sich ein Besucher in die Produktion verlief. Man wurde dort ziemlich schnell von einem Gabelstapler überrollt. Dann existierte man nur noch als Pfannkuchen auf dem Asphalt der Produktionshalle. Dort kam man auch nicht mehr so einfach los. Da wurde man einfach festgefahren.

Noch ehe ich auf dem Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude stand, öffnete sich die Tür und eine mittelalte kleine Frau mit leuchtend roten Haaren und kleiner Nickelbrille, die sie auf der Nasenspitze balancierte, stürmte auf mich zu. Das musste die Chefsekretärin sein. Mir gegenüber stellte sie sich auch gleich als Paola Gehrenberg vor. Ihre Aufgabe war es ganz offensichtlich, mich ins Büro des Chefs zu bringen. Dass Erste, was mir an ihre auffiel, waren die etwas verschobenen Zähne, auf denen kleine Spuren ihres tiefroten Lippenstifts klebten. Den ganzen Morgen musste sie sich schon auf mich vorbereitet haben. Sie stank nach einem alten Parfüm, was ich eher bei einer alten netten Omi erwartet hätte.

Sie musste in der Brühe gebadet haben. Weniger wäre deutlich mehr gewesen, aber sie lebte eher nach dem Motto, ›viel hilft auch viel!‹. Sie begleitete mich wie ein Detektiv in das Hauptgebäude und sprang eher wie ein Gummiball um mich herum. Das innere des alten Backsteingebäudes war eine Offenbarung des schlechten Geschmacks und lieferte mir einen sehr tiefen Einblick, was Zeit an so einem alten Klinkerbau anrichten konnte. Risse in den Wänden, schlecht mit ehemals weißer Farbe überstrichen, die schon einen tiefgrauen Farbton angenommen hatte. Kleine Erfolge aus grauer Vorzeit mit farblosen Bildern in alten Holzrahmen an der Wand erzählten mir gleich eine ganze Geschichte.

Von der Gründung im Jahr 1908 bis in die heutige Zeit hinein reichte die Geschichte der Druckerei. Damals druckten sie noch Zeitungen, verlagerten sich dann in den vierzigern auf die Produktion von Munition, um nach dem Krieg wieder auf Papierdruck umzusteigen. Erst auch wieder mit einer Zeitung, die wöchentlich herauskam, falls gerade genug Papier vorhanden war, bis sie dann Anfang der 80er-Jahre auf kleinere Kataloge und Anzeigenblättchen umstiegen. Aber nachdem die großen Handelsketten ihre Anzeigenheftchen für jede Woche von großen Druckereien herstellen ließen, blieb für diese kleinen Unternehmen nicht mehr viel übrig. Sie waren einfach über die Zeit zu teuer geworden.

Wer einfach nicht mehr sehr große Mengen Farben und Papier einkaufte, konnte sich keine Rabatte sichern und musste die Preise höher halten, um überhaupt profitabel zu sein. Das war natürlich schwer, wenn man nicht gerade einen langjährigen Kundenstamm hatte. In der Zeit der Großkonzerne gingen solchen kleinen Unternehmen nacheinander unter oder wurden von den größeren Unternehmen einfach aufgekauft. Vor diesem Problem stand auch der Unternehmer Graubler. Er hatte das Familienunternehmen vor 13 Jahren übernommen und sah sich mittlerweile hilflos dem Markt gegenüber.

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